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Markus Bösiger, Titelverteidiger in der Truck-EM, erlebte beim Saisonauftakt auf der F1-Rennstrecke von Barcelona einen Saisonauftakt mit gemischten Gefühlen. Das samstägliche Zeittraining verlief ganz im Sinne des Schweizers. Der Buggyra Freightliner-Pilot holte sich die erste Pole der Saison vor seinem ewigen Rivalen des letzten Jahres, Antonio Albacete (ESP), auf MAN. Auch das anschließende Quali-Rennen war eine sichere Angelegenheit Bösigers. Überlegener als es der Zeitunterschied ausdrückt, hatte der Langenthaler seine Rivalen im Griff. Hinter dem Schweizer belegten Albacete, Hahn und Bösigers Teamkollege David Vrsecky (CZE) die weiteren Plätze. Während in nahezu ganz Europa fantastisches Sommerwetter herrschte, lag über der Region von Barcelona eine Unwetterfront. Schon den ganzen Tag hatte es geregnet und pünktlich zum Start des Championship-Race öffnete der Himmel seine Schleusen vollends. Die Piste stand zentimeterhoch unter Wasser, und das sollte nicht ohne Folgen bleiben. Da halfen auch zwei Einführungsrunden hinter dem Pace-Truck nichts, der Asphalt war rutschig wie Seife. Schon in der ersten Kurve nach dem Start schoss die komplette Spitzengruppe geradeaus. Während Bösiger, Vrsecky und der Franzose Jean-Philipp Belloc (MAN) mit großem Rückstand das Rennen wieder aufnehmen konnten, blieb Albacete im Kies stecken, Hahn musste mit nicht mehr fahrbarem Truck in die Box, und Egon Allgäuer (AUT) krachte beinahe ungebremst in die Mauer. Der MAN war vor Ort sogar nicht mehr reparabel. So sicherte sich schließlich völlig überraschend Renault-Pilot Frankie Vojtisek (CEZ) den Sieg vor dem Engländer Stuart Oliver (MAN). Vrsecky und Bösiger machten schließlich wieder rund 15 Positionen gut und fuhren letztendlich auf den Plätzen drei und vier ein. Wegen Überholens unter gelber Flagge erhielt der Schweizer dann noch eine 25-Sekunden-Strafe, wodurch er auf den 6. Rang zurückfiel. Am Sonntag war das Wetter immer noch nicht so, wie man es von Spanien erwartet, aber auch nicht mehr so verheerend wie am Vortag. Gelegentliche leichte Schauer wechselten immer mal wieder mit kurzen Sonneperioden. Im Zeittraining holte sich Vrsecky die Pole vor Albacete und Bösiger. Und auch der Rest des Tages wurde zu einem Buggyra-Festival, wobei Bösiger diesmal allerdings nur die zweite Geige spielte. Im Quali-Race setzte Vrsecky sich gleich an die Spitze vor Albacete und dem Schweizer. Sechs Runden lang hing der Langentahler dem Spanier auf der Stossstange. Dann setzte er in der Spitzkehre „La Caixa“ auf der Innenbahn liegend erneut zum Angriff an. Außen drehte ein weit zurückliegender Spanier seine Runden. Albacete musste vom Gas und Bösiger schoss vorbei. So fuhren die beiden Buggyra-Piloten einem sicheren Doppelsieg entgegen. Die Dominanz der beiden Freightliner im abschließenden Championship-Race war noch imposanter. Mit klarem Vorsprung sicherten sich Vrsecky und Bösiger erneut einen Doppelsieg vor Albacete. Der Schweizer hatte sich hier allerdings leicht verpokert und auf Regen gesetzt. Deshalb ließ er auf der Vorderachse alte – auf nasser Piste besser greifende – Reifen aufziehen. Doch es blieb trocken, und da konnte Bösiger mit seinem Teamkollegen Vrsecky – auf neuen Reifen – einfach nicht mehr mithalten. Die Gesamtwertung führt Vrsecky mit 49 Punkten vor Bösiger (40), Belloc (32), Vojtisek (31) und Albacete an. Auch die Teamwertung ging an beiden Tagen an Buggyra, und auch hier liegt das Team mit Bösiger und Vrsecky mit insgesamt 95 Punkten eindeutig vorn. Der nächste Lauf zur FIA European Truck Racing Championship findet am 24. und 25. Mai in Misano (ITA) statt. In der Slideshow finden Sie noch mehr Eindrücke vom Rennen. (Bilder im Vollbildmodus) |
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